Der Alltag im Heim

Unter der Woche ist der Alltag im Heim straff organisiert. Es geht zwischen fünf und sechs Uhr morgens los. Schließlich dauert es seine Zeit, bis alle Kinder geweckt, gewaschen, gekämmt und angezogen sind. Um acht gibt es Frühstück, gegen halb neun verlassen die Schulkinder das Heim. Sie kommen wieder, wenn die Schule um vier Uhr nachmittags zu Ende ist. Um halb zehn beginnt im Heim die Förderschule. Gegen halb eins essen die behinderten Kinder zu mittag, haben dann Pause und von zwei bis vier nochmals Schule.

Wenn am späten Nachmittag alle wieder zusammen sind, gibt es einen kleinen Imbiss, anschließend Pause zum Spielen. Spätestens um sechs ist dann Zeit für Hausaufgaben, Nachhilfe, diverse Kurse und andere Arbeiten, die noch zu erledigen sind. Gegen acht Uhr gibt es nochmal warmes Essen. Nach einem gemeinsamen Abendgebet werden dann die Schlafmatten ausgerollt. Meist dauert es bis halb zehn, bis halbwegs Ruhe eingekehrt ist.

An den Wochenenden ist Zeit zum Spielen und für andere Aktivitäten. Oft kommen mittags wohlhabendere indische Familien , die den Geburtstag eines ihrer Kinder mit den Heimkindern feiern und dazu Geschenke mitbringen, meist Süßigkeiten, Essen oder Kleidung.  Das Größte für die Kinder sind gelegentliche Ausflüge, etwa in einen Vergnügungspark nach Madras, und die großen Festtage. Sie feiern das christliche Weihnachten ebenso wie das indische Lichterfest Divali.